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Hier finden Sie eine Auswahl an internationalen Studiengängen, sämtliche Voraussetzungen und weitere wichtge Hinweise.

Praktische Hinweise

Ein deutscher Hochschulabschluss wird von Arbeitgebern weltweit sehr hoch geschätzt. Damit der Einstieg in ein Studium an einer Hochschule in der Region FrankfurtRheinMain (FRM) auch wirklich gelingt, haben wir ein paar praktische Hinweise zum Studienaufbau und zur Finanzierung für Sie zusammengestellt.

Semester und Prüfungen

An deutschen Hochschulen gibt es in der Regel zwei Semester im Jahr: Das Wintersemester und das Sommersemester. Beide dauern jeweils ein halbes Jahr. Das Wintersemester beginnt formal am 1. Oktober und endet am 31. März des folgenden Jahres. Das Sommersemester dauert vom 1. April bis zum 30. September.

Davon zu unterscheiden sind die Vorlesungszeiten, an denen die Lehr-Veranstaltungen stattfinden. Diese dauern im Wintersemester meist von etwa Mitte Oktober bis Mitte Februar und im Sommersemester von Mitte April bis Mitte Juli.

Die Prüfungen finden meist zum Beginn der vorlesungsfreien Zeit (Semesterferien) statt. Eine Prüfung kann ein schriftlicher Test, eine mündliche Prüfung oder eine schriftliche Hausarbeit bzw. ein Essay sein. Welche Prüfung Sie ablegen müssen, ist je nach Studiengang und Modul unterschiedlich. In fast allen Studiengängen erwerben Sie mit abgeschlossenen Modulen Credit Points (CP), die Sie für den Abschluss benötigen.

Studienaufbau

Anders als in anderen Ländern, müssen sich Studierende an deutschen Universitäten ihren Stundenplan selbst zusammenstellen. Dieses Prinzip hat den Vorteil, dass Sie sich bei der Auswahl von Veranstaltungen an Ihren Interessen orientieren können. Gleichermaßen erfordert ein Universitätsstudium in Deutschland, dass Sie sich selbst organisieren und sehr selbstständig studieren. An deutschen Universitäten gibt es unterschiedliche Arten von Veranstaltungen:

  • Vorlesungen sind Veranstaltungen mit vielen Studierenden. Der Professor oder Dozent referiert, die Studierenden schreiben mit. Dieses Format wird oft für Studierende in früheren Semestern angeboten.
  • Seminare finden mit weniger Studierenden statt und sind viel interaktiver als Vorlesungen. Auf Grundlage von wissenschaftlichen Texten diskutieren Professoren und Studierende und tauschen sich fachlich aus.
  • Kolloquien sind Kurse für Studierende, die eine Abschlussarbeit schreiben möchten. Sie dienen dazu, dass die Teilnehmenden ihr Abschlussthema vorstellen und mit anderen Kommilitonen und dem Professor darüber sprechen.
  • Praktika oder Praxismodule werden in vielen Studiengängen während des Studiums vorausgesetzt, damit Studierende das Arbeitsleben bereits früh kennenlernen.

Weitere Informationen zum Studium in Deutschland finden Sie in der Broschüre: Ziel Deutschland – Wegweiser für internationale Studierende.

Finanzierung

Die meisten Universitäten und Hochschulen in Deutschland sind staatliche Hochschulen. Sie werden vom Staat finanziert, deshalb gibt es keine Studiengebühren. Sie zahlen aber pro Semester ein Studienbeitrag zwischen 100 und 400 Euro, das ist je nach Universität unterschiedlich. Darin enthalten sind Verwaltungskosten, Beiträge für studentische Vertretungen und das Semesterticket. Das Semesterticket ist eine Fahrkarte für den Öffentlichen Nahverkehr. Den Studienbeitrag zahlen alle Studierenden.

Ausländische Studierende müssen ihre finanzielle Unabhängigkeit bescheinigen, um in Deutschland studieren zu können. Das bedeutet, dass Sie nachweisen müssen, dass Sie über rund 8.000 Euro im Jahr verfügen. Als Nachweis gelten zum Beispiel eine Bürgschaft von Verwandten, ein Vermögensnachweis oder ein Stipendium.

Mit einem Studien- oder Forschungsstipendium können Sie Ihr Studium teilweise oder sogar komplett finanzieren. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem für Studierende in höheren Semestern. Es gibt auch Stipendien, die zusätzlich zur finanziellen Unterstützung besondere Fortbildungen neben dem Studium anbieten. Die Auswahl der Stipendiaten richtet sich dabei nicht nur nach den Noten, sondern auch nach Studienort, sozialem Engagement, dem Herkunftsland, dem Studienfach oder der Religion. Auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) oder des Deutschen akademischen Austauschdienstes (DAAD) finden Sie bestimmt auch ein Stipendium, das zu Ihnen passt.

In Einzelfällen können auch ausländische Studierende die staatliche Unterstützung nach dem Bafög beantragen. Informationen, ob dies für Sie in Frage kommt, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammengestellt.


Tipp

Informieren Sie sich vorab bei den Hochschulen über Stipendienprogramme. 


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