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Praktikant versus Werksstudent

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Über den Berufseinstieg nach dem Abschluss der Universität oder Hochschule sollten Sie sich schon frühzeitig Gedanken machen. Gerade in Deutschland erwarten die meisten Unternehmen, dass Absolventen schon während der Studienzeit erste praktische Erfahrungen sammeln. In unserer Reihe erste Schritte Richtung Berufseinstieg, werden wir die nächsten Wochen verschiedene Möglichkeiten vorstellen, um den Berufseinstieg zu erleichtern.

Los geht es mit Praktikum versus Werksstudentenstelle

 

Für wen ist was geeignet

Praktika helfen bei einer ersten beruflichen Orientierung indem man die Möglichkeit hat, Einblicke in verschiedene Unternehmen, Branchen und Abteilungen zu erhalten. Es gibt einen Betreuer an den man sich wenden kann. Anders als bei einem Praktikum wird man bei einer Werkstudentenstelle für eine konkrete Aufgabe eingestellt. Das bietet eine gute Möglichkeit, Kontakte im Unternehmen zu knüpfen und die eigenen Kenntnisse in einem spezifischen Bereich zu vertiefen.

Dauer und Bezahlung

Ein Praktikum dauert meistens drei bis sechs Monate. Entweder als Teil- oder Vollzeitpraktikum. Oft sind sie auch ein wichtiger Teil des Studiums und werden Pflichtpraktika genannt. Wenn das Praktikum länger als drei Monate dauert, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den gesetzlichen Mindestlohn von 10,45 € (Stand Juli 2022) pro Stunde zu bezahlen. Pflichtpraktika sind hiervon ausgenommen. Bei einer Werkstudentenstelle darf man während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. In der vorlesungsfreien Zeit dürfen Werkstudenten auch mehr arbeiten, allerdings nicht mehr als 26 Wochen pro Jahr. Als Werkstudent darf man maximal 707 Euro brutto im Monat verdienen.

Voraussetzungen

Bei einer Praktikumsstelle muss man nicht zwingend Student an einer Universität sein, wohingegen dies eine Voraussetzung für eine Werkstudententätigkeit ist. Die sprachlichen Voraussetzungen werden meist direkt in der Stellenausschreibung angegeben und können abhängig von der Tätigkeit und Branche stark variieren. Studierende aus der EU-/EWR-Staaten dürfen wie deutsche Studierende bis zu 20 Stunden pro Woche in den Vorlesungszeiten arbeiten. Nicht EU-Bürger dürfen ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit 120 volle oder 240 halbe Tage im Jahr arbeiten. Auch ein Praktikum ist für internationale Studierende möglich, eventuell müssen hier jedoch einige Behörden zustimmen.

Ein Praktikum oder eine Werkstudentenstelle sind eine tolle Gelegenheit, ein Unternehmen oder eine Branche kennenzulernen, praktische Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke aufzubauen.