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Brutto gleich Netto ?

Wir wollen Ihnen hier verraten, wie sich Gehälter in Deutschland unterscheiden und was man unter den Begriffen Brutto und Netto versteht.

Gehalt, Gehaltsabrechnung,Brutto,Netto

In Deutschland unterscheiden sich die Gehälter zwischen den Berufen und den verschiedenen Regionen. Das auffälligste für Newcomer ist aber: Brutto ist nicht gleich Netto! In Stellenanzeigen, Gehaltsverhandlungen und in Arbeitsverträgen wird immer der Bruttobetrag genannt. Ausgezahlt erhalten Sie allerdings nur den Nettobetrag und nicht den Bruttobetrag. Ihr Arbeitgeber zieht vom Bruttogehalt automatisch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ab, bevor er Ihnen das Nettogehalt auszahlt.

Bei den Steuern handelt es sich um die Einkommenssteuer, die Kirchensteuer und dem Solidaritätszuschlag. Die Einkommenssteuer richtet sich nach Ihrer Lohnsteuerklasse und liegt zurzeit zwischen 14 und 45 Prozent des gesamten Jahreseinkommens. In Deutschland ist die Einkommenssteuer linear-progressiven das heißt, je höher Ihr Einkommen ist, desto mehr steigt Ihr prozentuale Steueranteil. Dabei wird positiv berücksichtig ob Sie z.B. verheiratet sind oder Kinder haben. Wenn Sie Mitglied der katholischen oder evangelischen Kirchen sind, wird Ihnen 8-9 % Ihrer Einkommensteuer als Kirchensteuer vom Brutto Gehalt abgezogen. Wenn Sie nicht christlichen Glaubens sind oder nicht Mitglied der Kirch, müssen Sie diese Steuer nicht zahlen. Bei der letzten Steuer handelt es sich um den Solidaritätszuschlag der zur Finanzierung der Kosten der deutschen Einheit eingeführt wurde und 5,5 % Ihrer Einkommenssteuer beträgt.

Zusätzlich zu den Steuern werden in Deutschland noch die Sozialversicherungsbeiträge vom Bruttogehalt abgezogen. Hierbei handelt es sich um Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Diese Versicherungen sind in Deutschland Pflicht für jeden Arbeitnehmer. Der Vorteil dieser Pflichtversicherung ist, dass Sie im Falle von Arbeitslosigkeit oder einer Erkrankung, im Pflegefall und im Alter finanziell abgesichert sind. Neben der gesetzlichen Krankenversicherung können Sie sich auch privat kranken versichern. Weitere Informationen dazu finden Sie auch auf unserem Portal.

Beispiel: Arbeitnehmer/in ist 35 Jahre alt, wohnt in Hessen ist unverheiratet, kinderlos, kein Kirchenmitglied und in der Steuerklasse 1. Bruttogehalt von 4.000 Euro pro Monat / 48.000 € im Jahr.

Monatlich Jährlich
Bruttogehalt 4.000 € 48.000 €
Lohnsteuer 689,16 € 8.269,92
Solidaritätszuschlag 37,90 € 454,80 €
Kirchensteuer 0,00 € 0,00 €
Summe der Steuern 727,06 € 8.724,72 €
Krankenversicherung 310 € 3.720 €
Pflegeversicherung 71 € 852 €
Rentenversicherung 372 € 4.464 €
Arbeitslosenversicherung 50 € 600 €
Summe der Sozialabgaben   803 € 9.636 €
Nettogehalt 2.469,94   € 29.639,28 €

 

Bei einem monatlichen Bruttogehalt von 4.000 € würden Sie in diesem Beispiel Netto 2.469,94 € ausgezahlt bekommen. Online finden Sie diverse Brutto-Netto Rechner mit denen Sie ganz einfach selbst Ihr Nettogehalt ausrechnen können. Falls Sie zu viel Steuern gezahlt haben, so können Sie diese am Ende des Jahre über eine Steuererklärung beim Finanzamt zurück erhalten. Dies gilt nur für Steuern und nicht für die Sozialversicherungsbeiträge.

Die Höhe des Gehaltes
Wie hoch Ihr Gehalt ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wie gut Sie qualifiziert sind, wieviel Erfahrung Sie besitzen, in welcher Region Sie leben und manchmal welches Geschlecht Sie haben. Leider existiert in manchen Berufen immer noch eine ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Sie finden auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit ein Entgeltatlas der Ihnen für viele Berufe das zu erwartende Gehalt und die regionalen Unterschiede zeigt. Doch die Höhe der Einkommen ist nicht alles. Auch die Lebenshaltungskosten, etwa für Miete oder Lebensmittel, die sich regional ebenfalls unterscheiden, spielen eine große Rolle.

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